Hospital Nacional Zacamil

Hospital Nacional Zacamil

Ankauf von Geräten für die Durchführung endoskopischer Chirurgie

Das „Hospital Nacional Zacamil“ ist ein öffentliches Krankenhaus in der „Colonia Mejicanos“, einem der ärmsten Viertel San Salvadors. Das staatliche Gesundheitssystem, das diese Krankenhäuser betreibt und dafür zuständig ist, sie mit den notwendigen Geräten auszustatten, ist durch chronische Geldknappheit oft nicht in der Lage den Anforderungen nachzukommen. Aus diesem Grund sehen sich die Krankenhäuser genötigt private Spender darum zu bitten, akute Notfälle zu beheben.

In diesem speziellen Fall sind die Geräte für die endoskopische Chirurgie in der urologischen Abteilung durch lange Nutzung unbrauchbar geworden. Seit geraumer Zeit können keine Prostata Operationen mehr durchgeführt werden. 235 Operationen stehen aus und 375 Patienten werden provisorisch mit Sonden behandelt, um eine Operation hinauszuschieben. Diese Praxis führt häufig zu unnötigen Infektionen und verursacht zum Teil starke und chronische Schmerzen.

Dr. Aguilar, der als Urologe an der Klinik der FUNDESO arbeitet, hat sich an die Stiftung gewandt, und um Hilfe gebeten. Der gesamte Finanzierungsbedarf für die Ausrüstung beträgt $ 11.000. In El Salvador konnten $ 4.000 gesammelt werden. Die Spenden aus Hannover betragen $ 5.000 und FUNDESO wird den Fehlbetrag von rund $ 2.000 aufbringen. Sí El Salvador hat die Spendengelder aus Hannover in Empfang genommen und an FUNDESO in El Salvador weitergeleitet.

Neue Webseite

Neue Webseite

Wie man vielleicht sieht arbeiten wir im Moment an einer neuen Webseite. Neu dazu gekommen sind ein Blog, eine E-Mail Liste und ein Spenden Button. Ausserdem wurde das Layout den Anforderungen der Benutzer mobiler Geraete wie iPhones und iPads angepasst.

Jahresberichte sind online

Jahresberichte sind online

Die Jahresberichte des Vereins können als PDF heruntergeladen werden. Hier der Link zu den aktuellen Jahresberichten!

¡Oye bien!

¡Oye bien!

Hörtest für Schulkinder

Häufig werden Kleinkinder mit Hörschwierigkeiten eingeschult. Die Ursachen hierfür sind manchmal verhältnismäßig geringfügig, wie zum Beispiel verschmutzte Gehörgänge oder verschleppte Infektionen. Die Folgen dieser Probleme können für die betroffenen Kinder jedoch schwer wiegen, bis hin zu Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten.

Im Oktober 2010 startete FUNDESO deshalb das Pilotprojekt “Oye Bien!” an der Escuela Walter Thilo Deininger in Antiguo Cuscatlán. Insgesamt 31 Kindern wurden dabei auf Schwerhörigkeit untersucht. Eltern, Schüler und Lehre haben das Projekt mit Begeisterung aufgenommen und entsprechend mit dem Untersuchungsteam kooperiert.

Die Eltern äußerten ihre Dankbarkeit und begleiteten jeweils ihre Kinder zu den Nachuntersuchungen, falls diese verordnet worden waren. Bei den Tests wurde in einem Fall Schwerhörigkeit diagnostiziert und in vier Fällen gravierende Verschmutzung festgestellt, die zu einer Obstruktion der Gehörgänge geführt hatte. Alle fünf Fälle wurden in der Klinik der FUNDESO behandelt. Das Kind, das unter Schwerhörigkeit leidet, wurde sechs Monate später nochmals nachkontrolliert.

Da schon bei der Pilotschule 16 Prozent der Schüler einer Behandlung bedurften, wurde das Projekt ausgeweitet: Sieben Schulen nahmen 2011 an den Hörtests teil. Es wurden insgesamt 231 Kinder aus den jeweiligen ersten Schulklassen untersucht. Bei 40 von ihnen musste eine Reinigung der Gehörgänge durchgeführt werden. Es wurden 12 umfangreiche Hörprüfungen gemacht und 17 Kinder wurden durch einen HNO-Facharzt behandelt. Bei Notwendigkeit wurde die Behandlung über einen längeren Zeitraum fortgeführt.

2012 sollen etwa 300 Kinder in das Programm aufgenommen werden. Die voraussichtlichen Kosten hierfür werden mit US $ 3.000 veranschlagt.

¡Vea bien!

¡Vea bien!

Kostenlose Augenuntersuchungen

Die Fundación de Desarollo Social hat im Jahr 2007 eine oftalmologische Abteilung eingerichtet, die die augenärztliche Untersuchung, die Sehschärfenbestimmung sowie die Verteilung oder den Verkauf von Sehhilfen umfasst.

2008 startete FUNDESO ein Pilot-Projekt, dass die Reihenuntersuchung von Kindern aus der Vorschule und den ersten Klassen aus Schulen in Antiguo Cuscatlan vorsieht. Ziel ist es, frühzeitig Sehschwächen oder Anomalien festzustellen, um dann gegebenenfalls eine medizinische Behandlung bzw. Brillen anbieten zu können. Über die Jahre wurde die Zahl der Schulen, die an dem Programm teilnehmen, erweitert, so dass inzwischen praktisch alle Kinder vor dem Beginn ihrer Schullaufbahn untersucht werden können.

Da die Finanzierung dieses Projektes auslief, hat sich Sí El Salvador dazu entschieden, die Kosten für die Untersuchungen ab 2012 zu übernehmen. Dafür sollen sie mit den Gehöruntersuchungen zusammengefasst werden, um so die Verwaltung zu vereinfachen und die Belastung der zu untersuchenden Kinder auf ein Minimum zu reduzieren.

Projekt “Ulla Jaspersen”

Projekt “Ulla Jaspersen”

Förderung von zwei Schulen in San Miguel Tepezontes

San Miguel Tepezontes liegt in der Nähe des Ilopango Sees, etwa 45 Minuten von San Salvador entfernt. Die Stiftung „Fundación de Desarrollo Social“ (FUNDESO) arbeitet seit dem Regensturm Ida (November 2009) mit der Gemeinde in verschiedenen Entwicklungsprojekten zusammen: der Fischzucht, durch die sie ihre Proteinzufuhr und ihr Einkommen verbessern können, der gesundheitlichen Vorsorge und der Organisationsentwicklung in der Gemeinde.

Centro Escolar Soledad Las Flores

Die Spenden, die anlässlich der Beerdigung von Ulla Jaspersen zusammengekommen sind, sollen nun zwei kleinen staatlichen Schulen der Gemeinde zugute kommen. Der „Centro Escolar Soledad Las Flores“ hat 135 Schüler vom Kindergarten bis zur 6. Klasse. Die Schulleiterin Ana Meylin Guerrero erklärte uns ihe Wünsche: Glasfenster für die Klassenräume, um sie vor dem Regen zu schützen, Handgeländer auf den recht steilen Treppen, die zur Schule herunterführen, ein verbesserter Herd (im Moment kochen sie mit Brennholz in einem Fass) und Toiletten für die Kinder (sie haben keinen Wasseranschluss und keine Stromzufuhr).

Frau Guerrero erzählte, dass die Kinder wegen des fehlenden Wasseranschlusses jeden Morgen einen Eimer Wasser mitbringen müssen, das in das Schulfass gegossen wird. Was den Stroanschluss anbelangt, planen die Lehrerinnen, ihn selber zu beantragen und von ihren kargen Monatslohn zu bezahlen.

Centro Escolar San Bartolo

Die zweite (auch staatliche) Schule ist das „Centro Escolar San Bartolo“, sie hat 194 Schüler und Schülerinnen vom Kindergarten bis zur 9. Klassse und arbeitet mit Schicht- unterricht. Die Schulleiterin Anabel García zeigte uns die infrastrukturellen Mängel. Die Badezimmer und das Dach müssen repariert werden, die Schülerpulte repariert oder ersetzt werden. Auch sie hätten gerne einen industriellen Herd und die nötigen Küchenutensilien. Die Regale in der Schulbibliothek reichen im Moment nur für die Textbücher und sollen erweitert werden.

Direktor García erklärte, dass diese Verbesserungen umso wichtiger seien, weil sie für das nächste Schuljahr wesentlich mehr Anmeldungen haben und die Regierung keine weitere Unterstützung zugesagt hat. Wegen der großherzigen Spenden zu Ehren von Ulla Jaspersen können diese Wünsche zum großen Teil erfüllt werden. Sie werden das Leben der Kinder, Lehrer und der Eltern (die Mütter kochen für die Kinder) wesentlich erleichtern.

Schwangerschaftsvorsorge

Schwangerschaftsvorsorge
Weiterbildung in der Schwangerschaftsvorsorge

Im Rahmen dieses Projekts werden jungen Freiwillige aus der Gemeinde von San Miguel Tepezontes in der Schwangerschaftsvorsorge aus- und weitergebildet. Sí El Salvador beteiligt sich hiermit an ein Konzept, das die holländische Stiftung Fundacion De Waal seit einigen Jahren erfolgreich in einer Reihe von Lateinamerikanischen Staaten und auch in El Salvador durchführt.

Das Ziel ist, Personen, die eine informelle Führungsrolle in der Gemeinde spielen, sowie Studenten und Studentinnen aus der Gegend die Sozial- oder medizinische Berufe studieren, durch Kurse in der Schwangerschaftsvorsorge auszubilden. Die Lehrgänge sind so strukturiert, dass die Teilnehmer entweder an Fortbildungsseminaren Teilnehmen können, oder einen vollen Kurs mit einem Diplomabschluss belegen.

Durch die intensive Sozialarbeit, die FUNDESO in San Miguel Tepezontes tätigt, und durch die Projekte, die mit Hilfe von Sí El Salvador dort bereits verwirklicht wurden, glauben die Sozialarbeiterinnen, dass diese Gemeinde sich besonders für ein derartiges Projekt eignet. Derzeit nehmen 25 Jugendliche an einem Volontariat der FUNDESO teil, um sich in Gemeindearbeit ausbilden zu lassen. 18 von diesen kämen für die Ausbildung in der Schwangerschaftsvorsorge in Frage.

Die Kosten für die Ausbildung betragen $ 270 pro Person, von denen die Fundacion De Waal $ 200 übernimmt. $ 70 müssten von den Freiwilligen selbst bezahlt werden. Da es sich aber in diesem Fall um Jugendliche aus sehr armen Verhältnissen handelt, wurde vereinbart, dass Sí El Salvador $ 55 pro Teilnehmer übernimmt und die Teilnehmer jeweils nur $ 15 zahlen. Für den Verein beträgt der Gesamtaufwand für dieses Projekt $ 990.

Tilapia Fischzucht

Tilapia Fischzucht

Seit längerem betreibt CARITAS EL SAlvador, eine Partnerorganisation von FUNDESO, ein Projekt zur Kleinfischzucht in ländlichen Gebieten. Familien erhalten Baumaterial für Fischbecken, in denen der Tilapia, ein in El Salvador beliebter Speisefisch aus der Familie der Buntbarsche, gezüchtet wird. Die Familien beteiligen sich, indem sie die Becken selbstständig bauen, Jungfische kaufen und für die Kosten des Fischfutters aufkommen.

2009 nach dem Wirbelsturm “Ida” war die Ernährungssituation für viel Salvadoreños besonders schwierig. Sí El Salvador finanzierte aus diesem Grund insgesamt 52 Familien in San Juan Tepezontes und San José Capulaste Fischbecken, die diese in Zusammenarbeit mit “Caritas de El Salvador” errichteten. Ihre Ernährungssituation konnte hierdurch erheblich verbessert werden.

Aus dem Engagement des Vereins für die Linderung der Not nach dem Wirbelsturm „Ida“ hat sich ein kleines langfristigeres Teilprojekt zur Verbesserung der Ernährungssituation durch die Zucht von „Tilapia“-Fischen in Kleinstbecken entwickelt. Immer wieder werden Bitten an FUNDESO herangetragen, beim Bau weiterer Fischbecken zu helfen.

Sí El Salvador unterstützte den Bau der Becken deswegen auch 2010 und 2011. Mit knapp $70.- US-Dollar Startkapital kann eine Familie den Grundbedarf an tierischem Eiweiß ohne viel Arbeitsaufwand ergänzen. Zusätzliche Eiweißquellen sind dringend notwendig, da durch die starken Klimaschwankungen die Erträge bei der Mais- und Bohnenernte oft sehr niedrig ausfallen.

Hilfe nach dem Wirbelsturm “Ida”

Hilfe nach dem Wirbelsturm “Ida”

Im November 2009 fegte der Tropensturm “Ida” über El Salvador hinweg – mit schrecklichen Folgen: Die sintflutartigen Regenfälle des Wirbelsturms hatten genau in jenen Landstrichen El Salvadors die größten Schäden angerichtet, die bereits im Jahr 2001 am schwersten von einem Erdbeben betroffen waren. Durch die Erdverschiebungen vom Erdbeben drangen 2009 dann die Wassermassen ein und verursachten Erdrutsche und Schlammlawinen. Ganze Siedlungen wurden so zerstört, rund 200 Tote und 58 Vermisste waren am Ende zu beklagen. Die am stärksten betroffenen Regierungsbezirke waren San Vicente, La Libertad, San Salvador, Cuscatlán und La Paz.

Soforthilfe

Der sich gerade gegründete Verein “Sí El Salvador” wählte für seine erste Hilfsaktion zusammen mit FUNDESO diejenigen Gemeinden aus, die wegen ihrer geringen Größe und schlecht erreichbaren Lage durch andere Organisationen bisher nicht berücksichtigt werden konnten. Die Soforthilfe FUNDESO richtete in den Räumen der organisationseigenen Klinik in der Hauptstadt San Salvador eine Sammelstelle ein, um Kleider- und Nahrungsmittelspenden entgegenzunehmen. FUNDESO konnte so Nahrungsmittel und Kleider an insgesamt 232 bedürftige Familien verteilen. Zudem unterstützte sie 23 Familien mit Wellblechmaterial für die Reparatur von Hausdächern. Bei einem zweiten Besuch nach einigen Wochen überzeugten sich FUNDESO-Mitarbeiter von der ordnungsgemäßen Verwendung des Baumaterials.

Trinkwasserversorgung

In der Gemeinde Santa Cruz Analquito wurde durch Erdrutsche die öffentiche Trinkwasserversorgung unterbrochen. Dadurch war die Bevölkerung gezwungen , ihr Trinkwasser aus Bächen und anderen, zum Teil verunreinigten, Quellen zu holen. Um Seuchengefahr zu verhindern, förderte Sí El Salvador die Aufbereitung der Trinkwassers durch Chlorzusätze, sogenannte “Puriaguas”. Ursprünglich geplante Wasserfilter für private Haushalte stellten sich als nicht notwendig heraus, da die öffentlichen Trinkwasserleitungen schneller als erwartet wieder hergestellt wurden.

Verbesserung der Ernährungssituation

Als größeres Problem erwies sich die Zerstörung der Felder durch Überschwemmungen und Erdrutsche. Durch die anhaltende Feuchtigkeit verschimmelte die Ernte in den Lagern. Aus diesem Grund finanzierte Sí El Salvador die Verteilung von Schwarzen Bohnen, ein eiweißreiches Grundnahrungsmittel, an die Bevölkerung. Außerdem wurde mit der Tilapia-Kleinfischzucht begonnen, ein Projekt, das auch in den darauffolgenden Jahren fortgeführt wurde.