Hilfe für Opfer des “Ida”

ida_hilfeIm November 2009 fegte der Tropensturm “Ida” über El Salvador hinweg – mit schrecklichen Folgen: Die sintflutartigen Regenfälle des Wirbelsturms hatten genau in jenen Landstrichen El Salvadors die größten Schäden angerichtet, die bereits im Jahr 2001 am schwersten von einem Erdbeben betroffen waren. Durch die Erdverschiebungen vom Erdbeben drangen 2009 dann die Wassermassen ein und verursachten Erdrutsche und Schlammlawinen. Ganze Siedlungen wurden so zerstört, rund 200 Tote und 58 Vermisste waren am Ende zu beklagen. Die am stärksten betroffenen Regierungsbezirke waren San Vicente, La Libertad, San Salvador, Cuscatlán und La Paz.

Soforthilfe

Der sich gerade gegründete Verein “Sí El Salvador” wählte für seine erste Hilfsaktion zusammen mit FUNDESO diejenigen Gemeinden aus, die wegen ihrer geringen Größe und schlecht erreichbaren Lage durch andere Organisationen bisher nicht berücksichtigt werden konnten. Die Soforthilfe FUNDESO richtete in den Räumen der organisationseigenen Klinik in der Hauptstadt San Salvador eine Sammelstelle ein, um Kleider- und Nahrungsmittelspenden entgegenzunehmen. FUNDESO konnte so Nahrungsmittel und Kleider an insgesamt 232 bedürftige Familien verteilen. Zudem unterstützte sie 23 Familien mit Wellblechmaterial für die Reparatur von Hausdächern. Bei einem zweiten Besuch nach einigen Wochen überzeugten sich FUNDESO-Mitarbeiter von der ordnungsgemäßen Verwendung des Baumaterials.

 

Trinkwasserversorgung
In der Gemeinde Santa Cruz Analquito wurde durch Erdrutsche die öffentiche Trinkwasserversorgung unterbrochen. Dadurch war die Bevölkerung gezwungen , ihr Trinkwasser aus Bächen und anderen, zum Teil verunreinigten, Quellen zu holen. Um Seuchengefahr zu verhindern, förderte Sí El Salvador die Aufbereitung der Trinkwassers durch Chlorzusätze,  sogenannte “Puriaguas”. Ursprünglich geplante Wasserfilter für private Haushalte stellten sich als nicht notwendig heraus, da die öffentlichen Trinkwasserleitungen schneller als erwartet wieder hergestellt wurden.

 

Verbesserung der Ernährungssituation

Als größeres Problem erwies sich die Zerstörung der Felder durch Überschwemmungen und Erdrutsche. Durch die anhaltende Feuchtigkeit verschimmelte die Ernte in den Lagern. Aus diesem Grund finanzierte Sí El Salvador die Verteilung von Schwarzen Bohnen, ein eiweißreiches Grundnahrungsmittel, an die Bevölkerung. Außerdem wurde mit der Tilapia-Kleinfischzucht begonnen, ein Projekt, das auch in den darauffolgenden Jahren fortgeführt wurde.